ab Freitag 01.10.

Nachdem wir gestern einen schönen Tag zu dritt erlebt haben, geht Mario heute wieder fleißig arbeiten und meine Mutter und ich vertreiben uns die Zeit zu zweit.

Bevor wir mit der Stockholmbesichtigung fortfahren können, müssen wir auf die Heizungshandwerker warten. Heute wird an alle Heizkörper ein neues Thermostat geschraubt. Das Alte wurde am Montag abgemacht, vorher wurde das Wasser aus den Heizungen gelassen, und nicht wieder eingefüllt. Seit Montag sind wir also son bisschen am frieren. Bibber. Wir hoffen auf ein warmes Wochenende.

So, geschafft, wir haben die Handwerker noch vor ihrem "Lunch" abgepasst (das hätte sonst noch mal mind. ne Stunde länger warten bedeutet) und können uns nun auf den Weg machen.

Heute haben wir einen Ausflug zu IKEA geplant. Das größte IKEA Europas sollte man sich schließlich nicht entgehen lassen. Dort angekommen, sind wir erstmal gezielt ins Restaurant gegangen. Ist ja Lunch-Time! Gut gesättigt, sind wir dann gemütlich durch die Gänge geschlendert und haben das Warenangebot genauestens unter die Lupe genommen. Wahrscheinlich gibt es zum größten Teil die gleichen Sachen wie bei uns aber im Urlaub ist ja immer alles schöner.

Nachdem wir IKEA erfolgreich verlassen haben (wir finden übrigens beide, dass unser IKEA in Spandau größer wirkt), haben wir uns zu den anderen Shopping-Centern aufgemacht. Das Ganze nennt sich "Kungens Kurva", was soviel bedeutet wie Waltersdorf oder Woltersdorf? Verschiedene mehr oder weniger interessante Geschäfte in riesigen Hallen, auf einem riesigen Gelände.

Wieder geht ein schöner Tag zu Ende und wir erblicken schon das Wochenende.

Wir starten das Wochenende mit einer Fahrt nach Uppsala. Die Universitätsstadt liegt etwa 60 Kilometer nördlich von Stockholm. Dieses kleine nette Städtchen lädt zum Bummeln und Schlendern ein und so gelangen wir auch gleich auf den Schlosshügel und begutachten das Schloss.

Das Schloss wurde für Gustav Wasa gebaut. Er hat Schweden im 16.Jh. durch zahlreiche Reformen zur Selbstständigkeit gebracht. (deshalb ist Wasa so bekannt und berühmt, und nicht weil er das Knäckebrot erfand)

Von hier aus hat man einen schönen Blick auf den Schlossgarten und den großen Dom.

Weiter auf unserer Tour ging es Richtung Mariefred wo das wunderschöne Schloss Gripsholm zu finden ist. Bis wir dort ankamen, vergingen ca. 1 1/2 Stunden, in der wir entlang des Mälersees eine wunderschöne Landschaft zu Gesicht bekamen.

Schloss Gripsholm ist in Deutschland fast bekannter als in Schweden denn über dieses Schloss hat Kurt Tucholsky eine sommerliche Liebesgeschichte geschrieben (sollte ich mir vielleicht zu Weihnachten schenken lassen, hallo Weihnachtsmann!). Das Schloss ist wirklich sehr nett anzusehen. Ganz untypisch für Schlösser in rosarot gehalten.

Gleich nebenan befindet sich das kleine, verträumte, malerische Dörfchen Mariefred.

Es hat viel Spaß gemacht durch die kleinen Gassen zu schlendern, eine heiße Schokolade im einzigen Cafe zu trinken und den Tag zu genießen.

 

Auf dem Friedhof von Mariefred befindet sich das Grab
von Kurt Tucholsky.

"Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis"
steht auf seinem Grabstein.

 


Sonntag sind wir nach dem Mittagessen dann alle drei auf die Insel "Djurgården" gefahren um dem "Vasamuseet" einen Besuch abzustatten.

Fast das ganze Museum dreht sich um die "Vasa". Ein riesiges Kriegsschiff von König Gustav II. Adolf. Es ist nie richtig zum Einsatz gekommen, da es unmittelbar nach dem Auslaufen zur Jungfernfahrt 1628 sank.

Nach 333 Jahren wurde die Vasa geborgen und steht nun fast komplett und original Erhalten im Museum. Damit das Schiff auch noch weitere 333 Jahre hält, ist es in dem Museum recht dunkel und feucht.

Der restliche Sonntag geht im Regen unter, dem wir mit einer schönen, heißen Tasse Tee, Muffins und einem "Kanelbullar" trotzen.

Montag 04.10.

Heute haben gleich zwei unserer liebsten Menschen Geburtstag. Zum einen der kleine Tobias in Berlin und zum anderen meine Mama. Tobi können wir nur aus der Ferne gratulieren und wünschen ihm eine schöne Geburtstagsfeier.

Meine Mutter haben wir ja aber hier in Stockholm, und so können wir ihr einen richtig schönen Geburtstagstag bieten.

Es geht lost mit einer Fahrt zum Schloss Drottningholm.

Hier lebt unsere Silvia und wir lassen uns mal überraschen, ob sie uns (ihre Landsleute) vielleicht zum Tee einlädt. Das Schloss ist etwas abseits vom Stadttrubel aber trotzdem nicht ganz einsam gelegen.

Es erinnert uns ein bisschen an unser Schloss Charlottenburg und so wandeln wir (leider ohne Silvia und Tee-Einladung) durch den königlichen Schlossgarten und sammeln Kastanien.

Zu bestaunen gibt es im Schlosspark unserer Hoheit auch noch das "Kina-Slottet" (rechtes Bild)

Nachdem wir vergeblich auf eine Einladung gewartet haben, dafür aber unsere kleine, private Wachablösung hatten, sind wir geradewegs nach Gamla Stan in ein gemütliches Cafe gefahren. Hier kann man ja immer rumschlendern und jedes Mal wieder neue Geschäfte entdecken, die zwar schon immer da waren, sich aber irgendwie versteckten beim letzten Besuch.

Wir haben uns auch mal die kleinen Gassen abseits des Touristentrubels angeschaut.
Hier gibt es mit nur 90 cm Breite die schmalste Gasse zu bestaunen und mitten zwischen den kleinen Häusern die riesige deutsche Kirche.

Um den Geburtstagtag abzurunden, sind wir abends indisch Essen gegangen.
Es war sehr lecker und für einige von uns ganz schön scharf (hot ist hot).

Das absolute Geburtstagshighlight war allerdings ein Besuch in der "Absolut-Ice-Bar".
Wir hatten ja schon mal davon berichtet. Und nun gibt es auch Bilder von dieser coolen Stätte. Es hat uns allen viel Spaß gemacht und seeeehr gut geschmeckt.

Bis zum nächsten Mal!

Es ist wirklich ganz schön kalt in der Ice-Bar, da ist es sehr angenehm sich hinterher in der Hotellobby des "Nordic-Hotel" (in der befindet sich die Bar) etwas aufzuwärmen. Die Sessel sind zudem auch super bequem.

 

Wir hoffen, dass unser Geburtstagskind einen unvergesslichen Geburtstag hatte und wünschen meiner Mutter nochmals von Herzen alles Liebe.

ab Dienstag 05.10.

Nachdem wir in den letzten Tagen so viele schöne Sachen unternommen haben und so viel Interessantes gesehen haben, lassen wir es nun etwas ruhiger angehen.

Außerdem habe ich für heute die Waschküche "gebucht".

Zum Glück habe ich diesmal eine Waschfee zur Unterstützung, so dass alles noch viel leichter von der Hand geht als sonst.

Das Wetter ist in den letzten Tagen gar nicht so schlecht hier. Es könnten zwar 15 - 20 Grad wärmer sein, so grundsätzlich gesehen, aber wir können mit den derzeitigen Temperaturen (13 Grad) recht gut leben.

Sobald die Sonne sich zeigt, sind wir auch schon wieder unterwegs.

Als Kurzziel von unserer Wohnung aus, empfiehlt sich immer ein netter Spaziergang am Wasser bis zum "Stadshuset". Das sind so ca. 20 Minuten Fußweg. Sehr nett und schon oft gemacht von uns.

Am Donnerstag haben meine Mutter und ich dann noch einmal einen Tagesausflug mit dem Auto unternommen.

Unser Ziel war das kleine Dörfchen "Sigtuna". Es soll die älteste Stadt Schwedens sein, gegründet um 970, und hat damit natürlich auch die älteste Einkaufsstrasse, die "Stora Gatan". Es war sehr ruhig, sehr verschlafen aber auch sehr nett anzusehen.

Sigtuna

Links seht ihr das kleinste und vielleicht älteste Rathaus Schwedens und rechts ein Bild der "Stora Gatan" von Sigtuna.

Nach einer leckeren heißen Tasse Schokolade, ging es weiter zum "Skoklosters Slott".

Das Schloss liegt am Ende einer ca. 15 km langen Sackgasse (als Landstrasse getarnt und oft dachten wir, wir sind falsch, da es keine Hinweisschilder mehr gab).

Aber die lange Reise hat sich gelohnt, denn das Schloss ist wirklich sehr schön.

Genossen haben wir auch den kleinen Rundgang in dem sehr schönen Schlosspark.

Nach diesem kurzen Zwischenstopp ging es für uns noch einmal nach Uppsala.
Bei unserem ersten Besuch (zusammen mit Mario) hatten wir uns mehr auf das optische Uppsala beschränkt, nun wollten wir Zwei auch einmal das praktische Uppsala, sprich die Fußgängerzone, erkunden.

Es ist wie fast überall, auch hier wieder sehr nett gewesen.

Pünktlich zum Feierabend von Mario waren wir zu Hause.

Jetzt heißt es Koffer packen, denn morgen bringen wir meine Mutter mit dem Flieger nach Hause (natürlich nicht mit unserem Privatjet).

Wir hoffen meine Mutter hatte ein paar schöne Tage bei uns und behält uns in guter Erinnerung, so dass sie uns vielleicht noch einmal besuchen wird.

Uns hat es sehr gefallen und wir freuen uns schon auf ein Wiedersehen.

Hej då!

 

das Berlin-Wochenende!

Jetzt ist es also soweit, wir fahren zurück nach Berlin.
Aber nur bis Sonntag, dann geht es schon wider zurück in unsere "neue Heimat".

Am Flughafen wurden wir Drei schon von meiner Schwester Christiane und dem kleinen, süßen Jannek erwartet.

Nach kurzem Abchecken der Lage in unserer Wohnung (kam uns ein bisschen fremd vor) ging es weiter zu Jane und Piet. Der fleißige Piet stand in der Küche und hat für uns, wie von uns gewünscht, leckere Lasagne alla Smolibrodts zubereitet.

Als Überraschungsgast kam noch mein Cousin Michi vorbei.

Es war ein sehr schöner, leckerer und unterhaltsamer Abend.

Am Samstag hatten wir nicht so richtig viel Zeit für uns, denn wir hatten allerhand zu erledigen. Und alles musste bis um 12.30h geschafft sein (die Zeit ist verrast), denn da haben uns Mechti und Alex abgeholt, um zur Hochzeit von Irena und Andreas zu fahren (der eigentliche Grund unseres Berlinbesuches).

Pünktlich um 13.30h schritt das Brautpaar zum Traualtar und die beiden Pfarrer (eine evangelisch, der andere katholisch) haben, in einer sehr schönen Hochzeitsmesse, die beiden getraut.

Nachdem die Beiden es gerade so geschafft haben das Herz auszuschneiden, ging es zu dem bereits erwarteten Sektempfang. Hier konnten wir schon mal schön mit meinen Banker-Mädels plus Anhang quatschen und Neuigkeiten austauschen.

Es wurden noch ein paar Fotos von der "Presse" gemacht und dann ging es im hupenden Autokonvoi durch die Stadt zu dem Ort, wo wir alle ausgelassen das Glück der beiden Frischvermählten feierten.

(an dieser Stelle müsste eigentlich ein Bild von Babsi und Stephan zu sehen sein. Da hat wohl die Fotografin vergessen von den Beiden eines zu machen. Unglaublich!)

Der Sonntag sollte etwas ruhiger werden, denn hier haben ja alle Geschäfte geschlossen, nicht wie in Stockholm, wo auch sonntags fast alle Geschäfte geöffnet haben. Obwohl ich immer dagegen war, dass bei uns rund um die Uhr eingekauft werden kann, muss ich zugeben, dass wir uns hier in Schweden schon daran gewöhnt haben.

Jedenfalls, haben wir noch gaaaanz, ganz viele Sachen eingepackt für Schweden und wurden dann um 11.00h von Micha (nicht mein Cousin) abgeholt zum Frühstück zusammen mit Jennifer und dem niedlichen Tobi.

Jetzt konnten wir uns entspannen und einen ruhigen Sonntag genießen (und ein super, leckeres, reichhaltiges Frühstück).

Leider vergeht die Zeit manchmal viel zu schnell und so mussten wir uns auch schon wieder auf den Weg zum Flughafen machen. Es war ein schönes Wochenende und wir haben uns gefreut ein paar unserer Freunde wieder zu sehen.

Beim nächsten Mal bringen wir mehr Zeit mit! Tschüüüüüüüß!

 

ab Montag 11.10.

Nun sind wir wieder alleine und unser Alltag kann zurück kommen.

Sport, Haushalt, Sparziergänge, (Arbeit) ...

Und auch hier stelle ich fest ist die Welt nur ein Dorf, denn heute traf ich unverhofft bei einem kleinen Spaziergang die Anna-Karin mit dem schlafenden Hugo. In einer "Millionen-Metropole" wie Stockholm!

Obwohl mein englisch noch nicht wesentlich besser geworden ist, von meinem schwedisch ganz zu schweigen, haben wir uns ein nettes Stündchen lang unterhalten.

Und da wir schon mal fast beim Thema sind, folgen gleich mal ein paar nützliche Worte auf Schwedisch:

das å wird immer wie ein o ausgesprochen

hallo - hej oder hej hej

tschüß - hej oder hej då

danke - tack

vielen dank - tack så mycket

bitte - varsågod

ich heisse... - jag heter...

ich komme aus Deutschland - jag kommer från Tyskland

ich verstehe nicht - jag förstår inte

ich spreche nur englisch und deutsch - jag talar bara engelska och tyska

wieviel kostet das - vad kostar det?


Mehr gibt es erstmal nicht, sonst werdet ihr noch besser als wir.

Der Rest der Woche war ziemlich verregnet zusammen mit viel Wind und leider, leider ganz wenig fast gar keiner Sonne. Ist der Sommer tatsächlich schon vorbei?

ab Montag 18.10.

Am Donnerstag ist mein Ex-Kollege Andreas bei uns eingetrudelt. Nachdem die eine Fluggesellschaft ihn ja schamlos im Stich gelassen hat, ist er ab Lübeck mit Ryanair geflogen und im Süden Stockholms gelandet. Nach einer 1 1/2 stündigen Busfahrt kam er dann endlich in unserem Zoologischem Garten (T-Centralen) an und ich konnte ihn bei schönen 8 Grad und Regen Willkommen heißen.

Der erste Abend ging im stundenlangen Gequatsche unter.

Mario hat sich derweil im "Yasuragi", einem netten japanischem Hotel, vergnügt. Seine Abteilung hat hier ein 24 Stunden Meeting veranstaltet. Nachdem am Donnerstagabend "nur" das Ausprobieren der Bade- und Saunalandschaft auf dem Programm stand, ging es am Freitag nach ein wenig Qi Gong ins Konferenzzimmer, wo dann eine mehrstündige Konferenz (natürlich auf schwedisch) abgehalten wurde.


Während Mario sich also in Japan vergnügte, habe ich Andreas schon mal Stockholm gezeigt. Nach einer kurzen Fahrt mit dem öffentlichen Bus durch Södermal, sind wir noch ein wenig über selbige Insel gelaufen bis hin zu der nach wie vor sehr schönen Insel Gamla Stan.

Hier konnte sich Andreas gleich von der Backkunst der Schweden überzeugen und den Gemütlichkeitsfaktor einiger Cafes testen. (Leider hat es ab und zu geregnet, so dass wir einen Unterschlupf brauchten.)

Nach einem netten "middag" (so nennen die Schweden ihr Abendessen, den mittags gibt es ja lunch) mit Mario (der aus Japan wieder auftauchte) waren Andreas und ich auch schon wieder alleine, denn Mario musste unbedingt zu dem Konzert der "Toy Dolls". (Keine Panik, wer sie nicht kennt, nicht weiter tragisch, es ist eine engl. Punk-Band und so was muss keiner kennen, finde ich ;-). )


Samstag hatte dann auch Mario nichts anderes vor als mit uns nach Drottingholm zu fahren. Und wieder blieben all unsere Versuche mit Silvia Kontakt aufzunehmen erfolglos. Alles Winken und Rufen nützte rein gar nichts. Unsere Königin ließ sich nicht blicken, geschweige denn dazu zu bewegen, uns zu einer Tasse Tee einzuladen. Und dass, wo wir doch Besuch haben.

 

Also mussten wir alleine für unser leibliches Wohl sorgen und haben uns dafür ein wirklich sehr nettes Cafe in der Schären-Stadt Vaxholmen ausgesucht.

Hier war es son bisschen wie bei uns in einem netten Ostseedörfchen. Nette Geschäfte, ein kleiner Hafen und schöne Häuser. Hier legen viele Fähren an, mit denen man zu einer von den vielen Schäreninseln kommt oder aber nach Stockholm. Und die Möwen sind hier ganz wild auf Marabouschokolade.

 

Auf dem Rückweg haben wir dann noch durch Zufall ein kleines Schloss entdeckt. Das "Bogesunds Slott". Malerisch gelegen mit einem kleinen Häuschen in der Nähe, was sich als nettes Cafe herausstellte.

Ein wenig kaputt von diesem schönen Tag, haben wir uns nur kurz entspannt und uns dann ins stockholmer Nachtleben gestürzt. Gestürzt ist vielleicht etwas übertrieben, aber wir sind kreuz und quer durch die Stadt gelaufen (wie tausende Andere auch) und haben die Nachtstimmung in der Stadt genossen.

Heute am Sonntag stand mal wieder eine Wachablösung auf dem Programm. Vorher waren wir allerdings noch in dem "Moderna Museet" uns ein wenig bilden. Es war sehr interessant. Die Wachablösung folgte nach dem gleichen Schema wie auch alle anderen davor, nur waren diesmal Prominente Gäste unter den Zuschauern.

Zum einen Mario und Andreas und auf der anderen Seite ein paar ranghohe Marineoffiziere aus Tyskland.

Anschließend ging es dann noch einmal durch das schöne Gamla Stan wo wir jahrhunderte alte von den Wikingern gemeißelte Runen bewundern konnten. Von da aus ging es weiter zu einem schönen Herbstspaziergang durch den Nobel-Park, dem Botschaftsviertel und der Insel Djurgården.

ab Montag 25.10.

Heute haben wir Mario wieder zur Arbeit geschickt und Andreas und ich haben uns auf den Weg zum Schloss Gripsholm gemacht. Das Wetter war heute so trübe, nebelig und der Himmel wolkenverhangen, das wir erst einmal das gemütliche und einzige Cafe am Platze in Mariefred angesteuert haben. Hier habe ich den bisher leckersten "Kanelbullar" gegessen. Der Kakao war auch vorzüglich dazu und so konnten wir uns gut gestärkt auf einen Rundgang durch Mariefred wagen. Nach der Besichtigung des Friedhofes (wegen Kurt Tucholsky) und des sehr kleinen Hafens, sind wir durch die 4-5 Geschäfte große Fußgängerzone geschlendert und habe uns dann Schloss Gripsholm angeguckt.

Am Abend hatten wir dann hohen Besuch. Im Gegensatz zu der schwedischen Königin haben andere Schweden kein Problem mit uns und kommen uns gerne besuchen. Vor allem wenn Starkoch Andreas exquisites aus seiner Heimat kredenzt. Es stellte sich dann sogar heraus, dass David und Anna-Karin sehr gerne Bratwurst mit Sauerkraut und Stampf (Kartoffelpüree) essen. Der Abend war ein voller Erfolg, nur klein Hugo war dann irgendwann sehr müde und die drei haben sich auf den Heimweg gemacht.

Das war unser letzter Abend mit Andreas, der sich morgen wieder auf den langen Weg nach Berlin macht.

Wir hoffen, dass es ihm gefallen hat.

Vielleicht kommt uns Andreas im nächsten Jahr noch einmal besuchen (angedroht hat er es jedenfalls).

 

Das Leben hat mich wieder!

Nicht weil Andreas weg ist (es war wirklich sehr nett) sondern weil wir endlich nach wochenlanger Wartezeit einen eigenen Internetanschluss haben.

Ohne Zugang zur großen weiten Welt, kam ich mir ganz verloren vor. Angebote von Aldi, Tchibo & Co. durchstöbern, Aktuelles aus Funk und Fernsehen, Infos über Berlin und den Rest der Welt, RadioEins live hören - endlich bin auch ich wieder dabei.

Ich muss nicht mehr im zugigen Bahnhofsinternetcafe rumlungern, sondern kann ganz bequem von unserem schönen Zuhause aus internetten.

Das bedeutet: Du/Ihr/Sie könnt mir/uns ruhig mal eine e-Mail schicken.

Für alle die sie noch nicht kennen, die heißeste Adresse im Netz: dreamteam@gmx.li

Da könnt ihr eure Mails hinschicken. Es ist nämlich wirklich nett, wenn man ganz alleine in der Fremde ist und dann ab und zu mal etwas aus der fernen Heimat hört/liest.

Also, nicht lesen, denken: ja, kann ich ja mal machen... und dann doch wieder vergessen.

das letzte Oktober-Wochenende

Heute am Samstag, sind wir zwei nach Södertälje gefahren. Das ist eine kleine Stadt, etwa eine halbe Stunde südlich von Stockholm. Nach dem üblichen Geschäftebummel durch die einzige kleine Fußgängerzone und ein bisschen Lunch haben wir uns ein wenig wissenschaftlich die Zeit vertrieben.

Hä? Das ganze nennt sich "Tom Tits Experiment" und ist Schwedens größtes Science-Center. Alles klar?

"Kein traditionelles Museum, sondern eine interaktive Ausstellung, wo Besucher aller Altersstufen selbst experimentieren und hunderte von Phänomenen aus der Welt der Naturwissenschaft untersuchen können - Wasser, Luft, Geräusche, Licht, Bewegungsabläufe und vieles mehr." - so steht es im Prospekt.

Es war wirklich sehr interessant, lustig und erstaunlich. Stundenlang haben wir uns die verschiedensten Dinge angeschaut und ausprobiert.

Wir konnten unser Lungenvolumen testen, unsere Stimmen per Knopfdruck in die von Mickey Maus & Co. verwandeln. In einer kleinen Bildergalerie verschiedene Sinnestäuschungen erleben. Mit viel Wasser rumplantschen, riesige Seifenblasen erzeugen und so vieles mehr, dass ich einen Teil schon wieder vergessen habe.

Es hat uns jedenfalls sehr viel Spaß gemacht und war genau das Richtige für diesen verregneten, windigen Herbsttag.

Das war’s dann auch schon wieder für diesen Monat. Der Oktober ist vorbei und diese Seite wird jetzt geschlossen. Wir sehen uns im November wieder. Tschüüüüüüß!

Happy Halloween!

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