Happy birthday to ...
Wie bereits angekündigt, starten wir diesen Monat mit einem Jahreshöhepunkt.
Der liebe Mario hat heute Geburtstag.
Nach einem gemütlichen Geschenke-Übergabe-Frühstück hat er sich wie jeden Tag auf den Weg zur Arbeit gemacht. (Irgendwie ist so ein Geburtstag in unserem Alter ja auch nur (fast) ein normaler Alltagstag.) Auf jeden Fall habe ich ihn zum Feierabend mit einer schön geschmückten Wohnung und einem kühlen Tropfen herrlichsten Feist Sektes überrascht. Unsere kleine Geburtstagsparty bestand nur aus uns zwei uns so haben wir uns ein kleines nettes Restaurant gesucht und waren lecker essen. Über die lieben Glückwünsche per Post, per Mail und per Telefon sowie über das eine oder andere Geburtstagspäckchen aus der Heimat hat er sich sehr gefreut und bedankt sich noch einmal recht herzlich bei Euch allen.
Der Rest der Woche verlief bei Schnee-tauendem-Wetter ganz normal. Normal bedeutet: Schwedischkurs (zum Glück bald zu Ende), Haushalt, Sport, Lesen, Computer etc.
Am Wochenende haben wir wieder ein bisschen "stor-Stockholm" erkundet. Rund um Stockholm ist die Natur noch Natur und man kann herrlich am Ufer des Mälarsees oder an der Ostseeküste spazieren gehen. Schon nach 20 Minuten Autofahrt vergisst man die Großstadt und wartet darauf, dass einem Elche über den Weg laufen. (Bis auf einen Elch im Zoo und ein paar Warnschilder haben wir leider noch keinen gesehen.)
Wir haben uns diesmal süd-östlich gehalten und sind in "Dalarö" gelandet. Die Landschaft wäre im Frühling/Sommer/Herbst sicherlich schöner, aber es war trotzdem ganz nett. Direkt an Dalarö liegt die Halbinsel "Smådalarö". Und an Smådalarö wiederum liegt eine winzig kleine Insel auf der nur ein Wellnesshotel liegt. Und auf der waren wir spazieren. Wir sind einmal um die ganze Insel rum (das waren nur ca. 40 Minuten) - es war sehr nett, sehr einsam und sehr "natürlich".
Hier in Smådalarö leben die Leute so, wie wir es aus den ganzen Astrid Lindgren Büchern oder Filmen kennen. Es ist relativ hügelich (Granitfelsen) und überall versteckt / verstreut stehen ein paar nette große Holzhäuser. Überall gibt es Bootsanleger und ansonsten lässt man Natur eben Natur sein. Und es gibt hier auch eine Fähre, die die Schweden zu ihren Sommerhäusern rüber in die Schären fährt. Alles in allem sehr idyllisch.
ab Montag 07.02.
Kölle Alaaf, Düsseldorf Helau und (schrecklichster Weise) Berlin Heijo!
Da ich, außer im Kindergartenalter, noch nie Fan von diesem ganzen Karnelvals-Schnickschnak war, bin ich nicht traurig darüber, dass es kein Stockholm Hålö oder sonstige Schlachtrufe gibt. Es gibt hier scheinbar keinen Faschingswahnsinn. Wie schön! Schlimm genug, dass die "Narren" und "Jecken" sich in Berlin so ausbreiten.
Die Schweden reduzieren das ganze auf das Essen eines "Semla" oder auch zwei, wer das schafft. Wenn bei uns die Bäckereien in diesen Tagen haufenweise Pfannkuchen verkaufen, sind hier die Regale voll mit Semlor. Na dann - smaklig måltid!
Die Kleinen sehen allerdings sehr süß aus, wenn sie sich verkleiden. Und ganz besonders süß sah natürlich der kleine Sandmann alias Jannek aus.
Ansonsten hatten wir diese Woche wirklich traumhaftes Wetter (abgesehen davon, dass es mindestens 20 Grad zu kalt war). Wir hatten ein paar Tage super Sonnenschein mit strahlend blauem Himmel. Und da lockt es einen, nämlich mich, raus aus der warmen Wohnung zu einem schönen Spaziergang an der frischen Stockholmer Luft. Und ich dachte mir, ich mache mal wieder ein paar Fotos von unserer schönen Umgebung.
Da gibt es einmal die Militärschule gleich bei uns um die Ecke, dann eine typisch schwedische Imbissbude und dann die Stelle, in der Mario und David letzten September noch mutig ins Wasser gehüpft sind. Das wäre jetzt ein bisschen kälter und ein bisschen härter.
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Vikingarännet
Unsere kleine Insel Kungsholmen liegt ja ausschließlich am Mälarsee, so dass rund um Kungsholmen fast alles Wasser zugefroren ist. Aber noch traut sich keiner so richtig aufs Eis. Die Schweden lieben es ja auf zugefrorenen Seen Schlittschuh zu laufen. Es gibt jetzt im Februar auch noch den berühmten "Vikingarännet" (Schlittschuhwandermarathon). Normalerweise geht der Lauf über eine Strecke von 80 km zwischen Uppsala und Stockholm. Das ist die alte Wikingerstrecke. Da das Wetter bis vor ein paar Tagen/Wochen allerdings zu warm war und die Gewässer nicht ausreichend zugefroren sind (15cm Eisdicke muss mindestens sein), wird die Strecke auf 50 km gekürzt und ist dann zwischen Uppsala und Kungsängen. Das ganze findet am 26.02. statt und wir werden versuchen daran teilzunehmen - jedenfalls als aktive Zuschauer.
So sieht der Mälarsee aus, wenn er teilweise zugefroren ist.
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Am Samstag sind wir mal wieder durch die Lande gefahren und sind in dem kleinen netten Städtchen Sigtuna gelandet (ich war mit meiner Mutter schon mal im Oktober hier). Sigtuna liegt auch direkt am Mälarsee und siehe da, der ist hier total zugefroren.
Und nicht nur das, die Schweden waren auch alle fleißig dabei ihre Freizeit auf dem See zu verbringen. Das war echt toll. Leider hatten wir unsere Schlittschuhe nicht dabei (die schlummern seit September in Stockholm und warten auf ihren Einsatz) also haben wir uns mit unseren Straßenschuhen aufs Eis begeben. Wenn so viele Leute (mind. 150) auf dem Eis fahren, Hockey spielen etc. dann wird es uns wohl auch noch tragen.
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Das hat uns gut gefallen. Vor allem, dass die Schweden gleich die Gelegenheit nutzen um ein Picknick in freier Natur zu genießen. So sind sie eben.
Außer einem netten Cafe (mit der leckersten heißen Schokolade von Schweden (die meisten schmecken nämlich nicht)), gibt es in Sigtuna noch einen alte Kirchenruine mit einem gut erhaltenen Runenstein.
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Durchgefroren von dem eisigen Wind aber mit vielen neuen Eindrücken und Erlebnissen, haben wir uns nach diesem netten Ausflug wieder nach Stockholm in die Inedalsgatan aufgemacht.
ab Montag 14.02.
Heute ist Valentinstag! Wir möchten all unseren Lieben und allen Verliebten ganz liebe Grüße schicken. Auf die Liebe!
Auch hier ist natürlich "alla hjärtans dag" und einige Geschäfte verteilen Rosen, oder Herzensluftballons. Sehr verbreitet sind kleine rote Geleeherzen in einer Herzverpackung. Und die Blumenläden machen das Geschäft des Jahres. Wie bei uns.
Nachdem es seit Sonntag ununterbrochen schneit, versinkt Stockholm im Schnee. Mittlerweile sind die Straßen ein wenig geräumt worden, so dass jetzt riesige Schneehaufen neben den geparkten Autos liegen und diese kaum noch ausparken können. Totales Chaos. Wer es schafft zu parken (ohne mind. 2 Meter vom Bordstein weg zu stehen) der wird Mühe haben wieder aus der Lücke raus zu kommen.
In unserer Straße kommt erschwerend hinzu, dass sie ein wenig bergauf geht. Durchdrehende Reifen, rutschende Autos die den Berg nicht hochkommen, hilfsbereite Fußgänger, die fremde Autos mit frei schieben, dass alles steht hier seit Sonntag auf der Tagesordnung.
Man sollte meinen die Schweden kennen sich mit Schnee aus.
Schneetag Nr. 4
So langsam bekommen wir den Schnee in den Griff. Es hat jetzt seit zwei Tagen nicht mehr geschneit und ab und zu lässt sich sogar die Sonne blicken. Aber es liegt immer noch ganz ganz viel Schnee.
Was ich vor Stockholm noch nie gesehen habe ist, dass die Dächer vom Schnee befreit werden. Das sieht sehr halsbrecherisch aus.
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Ansonsten kommt es schon mal vor, dass eine kleine Schneelawine auf die Straße, den Bürgersteig oder sogar auf Fußgänger fällt. Oder ein Eiszapfen hat keine Lust mehr am Dach zu baumeln und lässt sich einfach fallen. Dafür gibt es dann nette Hinweisschilder auf den Bürgersteigen. Also immer schön aufpassen.
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Und noch mal Happy Birthday!
Heute (17.02.) haben wieder zwei außerordentlich liebe Menschen aus unserer nächsten Nähe Geburtstag. Einmal meine Schwester Christiane und dann noch ihr Freund Piet. Herzlichen Glückwunsch den beiden und alles, alles Gute. Als ich heute Morgen anrief um zu gratulieren, habe ich erfahren, dass Jannek heute auch Geburtstag hat. Jedenfalls hat er das behauptet. Ob das so richtig ist, oder er auch nur ein Geschenk haben wollte...
Und damit verabschieden wir uns erst einmal und sagen "trevlig helg" - schönes Wochenende. Wir fliegen jetzt nach Berlin und feiern Geburtstag. Hej då!
ab Montag 21.02.
Das war mal wieder ein richtig nettes Wochenende in Berlin. Auch wenn der Start am Freitag etwas verschoben wurde. Gebucht hatten wir die 7.15h Maschine nach Tegel, die wurde gestrichen! und der nächste Flug ging erst um 11.00h. Das bedeutete nicht nur vier Stunden auf dem Flughafen hocken und warten sondern auch, dass unser voll gepackter Terminplan für Freitag nicht mehr zu schaffen war. Leider konnten wir u.a. nicht wie geplant mit meinem Vater lecker Frühstücken gehen. Das holen wir dann bei unserem nächsten Besuch nach.
Wir haben also viele Freunde und einen Teil der Familie getroffen und ein bisschen die Deutsche Wirtschaft unterstützt und natürlich Geburtstag gefeiert.
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Jetzt sind wir also wieder in Stockholm. Am Wochenende muss es etwas wärmer gewesen sein, denn die Straßen sind fast vollständig vom Schnee befreit. Aber nicht für lange. Schon am Dienstag ging es wieder los.
Es schneit und schneit und schneit. Es hört zwischendurch auf nur um gleich darauf wieder anzufangen. Wir hatten ja im November schon so viel Schnee, dass hätte mir persönlich gereicht. Aber der Winter ist unberechenbar. Und dieser hier ist ganz schön kalt und verschneit. Es liegt also wieder reichlich Schnee in Stockholm und alle Kinder freuen sich, denn selbst der kleinste Hügel wird zum Rodeln genutzt.
Seit dem Wochenende zeigt sich die Sonne wieder ab und zu. Das gibt mir Hoffnung, dass sie uns nicht ganz vergessen hat und auch daran denkt rechtzeitig den Frühling einzuleiten.
Für alle, die an dieser Stelle einen Bericht von dem tollen Vikingarännet vermissen, erwarten, sehnsüchtig darauf gehofft haben... wir haben das Rennen verpasst. Nicht etwa weil wir zu lange geschlafen haben (Mario = Frühaufsteher) nein, die haben das Rennen eine Woche vorverlegt. Es hat an unserem Berlin-Besuch-Wochenende stattgefunden. Das ist echt gemein. Das war’s dann wohl für uns. Nächsten Winter sind wir bestimmt nicht mehr hier und können auch keinen anfeuern. Haben die selber Schuld.
So ihr lieben Leute, trotz alledem - mit verschneiten Grüßen verlasse ich den Februar und schliddere hinüber in den März. Bis gleich!





































